“Was kostet bei Euch denn – sagen wir mal – eine Webseite?” Dies ist einer der häufigsten Sätze, die wir zu hören bekommen wenn wir entweder im privaten Umfeld von unserer Arbeit in der Agentur berichten oder mit Kunden sprechen, die bisher noch keinen oder nur wenig Kontakt mit Werbeagenturen hatten. Natürlich ist diese Frage variabel und bezieht sich je nach Situation auch mal auf Logos, Broschüren, Web-Shops oder beliebige andere, werbeagentur-typische Produkte.
Eine “normale” Webseite
Die Frage selbst ist dabei nicht das eigentlich ärgerliche, sondern das Unverständnis, auf das wir mitunter stoßen wenn wir darauf zunächst mit einer floskelhaft wirkenden Aussage wie “Es kommt darauf an…” oder “Was soll der Shop denn können?” reagieren.
Natürlich hat jeder von uns – allen voran ich selbst – Verständnis dafür, dass man als Laie auf dem Gebiet seine eigene Website nicht bis ins Detail planen kann. Dennoch sollte ich mir ein paar Gedanken schon selbst gemacht haben, bevor ich einen professionellen Dienstleister dazu konsultiere. Um einen vielleicht nachvollziehbaren Vergleich zu ziehen: Ich mache mir vor dem Autokauf Gedanken, was für ein Auto meinen Anforderungen am ehesten gerecht wird. Auch wenn ich die genaue Konfiguration oder selbst die Marke und das Modell vielleicht vor Ort vom Angebot des Händlers abhängig mache, weiß ich zumindest grob, was ich von dem Fahrzeug erwarte, das ich erwerben möchte.
Welche Ausstattung darf es denn sein?
Ähnlich sollte man auch an die Erstellung bzw. den Relaunch seiner Webseite herangehen; Was erwarte ich? Was soll sie können? Welchen Umfang hat sie? Soll sie nachträglich erweitert werden, z.B. mit Kunden-Logins oder ähnlichem? Je genauer und umfangreicher das Briefing ist, desto besser können wir als Gestalter und Programmierer den Aufwand einschätzen, den die Erstellung einer Website produzieren wird. Hierbei ist es weniger wichtig, dass gestalterisch alle Feinheiten bedacht sind, als viel mehr wie gut die Vorstellung des funktionalen Umfangs der Website ausgearbeitet ist.
Das berühmte Baukasten-Prinzip
Uns ist bewusst, dass es Dienstleister in unserer Branche gibt, die mit Pauschalpreisen für Websites locken. 1.999 Euro und man kann sich seine eigene Internetseite gleich einpacken und mitnehmen. Wir fragen uns bei solchen Angeboten: Wie soll das funktionieren? Die Erfahrung hat gezeigt, dass für ein fundiertes Angebot zunächst nach den Vorgaben des Kunden alle Aufwände berücksicht werden müssen, die für die Gestaltung und Programmierung der Homepage und der Unterseiten sowie ggf. Fehlermeldungen, Lightboxes, Dialogen etc. anfallen. Hier kann und muss man natürlich auf Erfahrungswerte zurückgreifen, jedoch ist die Angebots-Phase jedes Mal aufs Neue ein Prozess, der bei uns für jeden Kunden durchlaufen werden muss. Zumindest ist es uns bisher noch nicht passiert, dass ein Kunde zu uns kam und ganz genau die gleichen Ansprüche an seine Website gestellt hat wie ein Anderer zuvor.
Selbstverständlich ist für uns als Agentur für Marketing und Kommunikation auch die Beratung Teil unseres Geschäfts. So entwickeln wir natürlich auf Anfrage auch Konzepte für Webseiten, Online-Shops, Printmailings oder Kampagnen. Allerdings sind solche Konzeptentwicklungen nicht Teil des Briefings, sondern gehören zu unserer täglichen Arbeit und wollen dementsprechend auch entlohnt werden.
Webseite ist eben nicht gleich Webseite. Kunden sind Individuen und so wollen wir sie auch behandeln und beraten.
Schlagworte: Baukasten, Beratung, Homepage, Konzept, Kosten, Umfang, Website






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