
via popandshorty
Wie schön war die Zeit, als das Internet noch übersichtlich war. Wenn man damals einen Webdesigner gesucht hat, hat man eine Hand voll Anbieter gefunden, die mehr oder weniger die gleichen Dienstleistungen angeboten haben. Heute spuckt Google zum Thema „Webdesigner“ über 13 Millionen Suchergebnisse aus. Die Webagenturen sind teilweise so bekannt wie die Seiten, die sie entwickelt haben. Selbst wenn Sie es sich einfach machen wollen und sich eine Agentur von der ersten Seite der Google-Ergebnisse aussuchen, fängt die Arbeit erst an.
Die Tatsache, dass eine Agentur auf der ersten Seite bei Google steht heißt vor allem, dass sie gut im Thema Suchmaschinenoptimierung ist. Über die Qualität Ihrer produzierten Webseiten sagt das leider noch nichts aus. Bei der Wahl der Internetagentur sollten Sie die folgenden 6 Punkte berücksichtigen:
Gefällt Ihnen die Seite?
Der erste Eindruck zählt. Das alte Sprichwort „Der beste Schuster hat die schlechtesten Schuhe“ zählt in diesem Fall nicht. Die Art und Weise wie sich eine Agentur vorstellt sollte Ihnen generell zusagen. Eine veraltete Webseite mit Bildern und Technik aus dem letzten Jahrtausend spricht nicht gerade für eine moderne Webagentur.
Gefallen Ihnen die Referenzen?
Jede seriöse Werbeagentur veröffentlicht eine Auswahl ihrer bisherigen Arbeiten. Selbst wenn eine Agentur noch keine Referenzen aus Ihrer Branche hat, sollte Sie das nicht weiter stören. Wichtig ist, dass Ihnen die Beispiele im Portfolio zusagen. Die bisherigen Arbeiten sollte für sich sprechen. Beachten Sie, dass viele Agenturen oft nur einen kleinen Teil ihrer Arbeit im Internet zeigen dürfen. Fragen Sie bei Bedarf am besten persönlich nach weiteren Referenzen.
Hört die Agentur Ihnen wirklich zu?
Wichtig ist, dass Ihre Ansprechpartner wirklich verstehen wo Ihre Anforderungen als Kunde liegen. Beobachten Sie, wie viele Fragen Ihnen gestellt werden bevor man Ihnen ein Angebot unterbreitet. Viele Agenturen oder selbstständige Webdesigner verkaufen billige Baukastenlösungen. Ob eine solche “Fertigbauweise” ihren Anforderungen entspricht, wird dabei oft außer Acht gelassen. Da bei einer solchen Lösung von der Stange meist jeden Monat gleich eine ganze Handvoll Webseiten verkauft werden müssen, um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens zu gewährleisten, ist in solchen Fällen eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem Kunden meist nur schwer möglich.
Glauben Sie was man Ihnen erzählt?
Wenn es um einen Auftrag geht, neigen manche Dienstleister in Bezug auf ihre Kompetenz gerne zur Übertreibung. Versichert man Ihnen, der beste Webdesigner im Umkreis zu sein und gleichzeitig der erfolgreichste Suchmaschinenoptimierer (SEO)? Fragen Sie immer nach den Qualifikationen und lassen Sie sich Referenzen zeigen. Webdesign und SEO sind zwar eng miteinander verbunden. Dennoch sind beide Bereiche sehr komplexe, eigenständige Arbeitsfelder. Nicht ohne Grund gibt es Agenturen, die sich ausschließlich dem Thema SEO widmen. “Alles aus einer Hand” oder “Full-Service-Agentur” deutet in vielen Fällen auf „Wir können alles – aber nichts richtig“ hin.
Wer macht die Arbeit?
In der Agenturszene ist es durchaus üblich, Aufträge mit Partnern durchzuführen. Für Sie als Kunde hat das vor allem den Vorteil, dass Ihr Auftrag von mehreren Experten durchgeführt wird. Es gibt leider auch schwarze Schafe in der Branche, die teure Projekte ausschließlich von Azubis und Praktikanten ausführen lassen. Sprechen Sie dieses Thema von Anfang an offen an. Seien Sie sich aber auch bewusst, dass ein gelernter bzw. studierter Webdesigner pro Stunde teurer ist als ein Praktikant.
Wem gehört die Webseite?
Dies ist vielleicht der wichtigste Punkt. Wenn Ihnen nach Abschluss des Projektes nicht 100% der Arbeit zugesichert werden, sollten sie das Weite suchen. Denn über Kurz oder Lang kommt es dann aller Wahrscheinlichkeit nach zu Problemen beim Handling. Bei einigen unserer Kunden sind wir bereits auf solche Fälle gestoßen; Für jede Änderung muss die Agentur kontaktiert werden, die die Website erstellt hat – und natürlich wollen die anfallenden Arbeitsstunden bezahlt werden. In einem anderen Fall hieß es sogar nur knapp: “Wenn du deine Site bei jemand anderem relaunchen willst, kannst du das gern tun. Aber dann schalte ich deine alte Website ab, die gehört schließlich mir.” Wenn Ihnen die Domain und der Code nicht gehören, “mieten” Sie die Seite also nur – mit allen Konsequenzen, die im Zweifel beim “Umzug” auf Sie warten. Achten Sie deshalb schon bei der Anmeldung der Domain darauf, dass Ihre Daten angegeben werden und nicht die der Agentur oder des Webdesigners. Falls Sie bereits eine Website haben und prüfen wollen, wer der “rechtmäßige Besitzer” ist, können Sie dies über eine whois-Abfrage bei der Denic klären.
Schlagworte: Online, Webdesign